Potenzmittel wirken durch PDE-5-Hemmer

Viagra, Levitra, Spedra und Cialis – sie alle sind wirkungsvolle Medikamente im Kampf gegen die Erektionsstörung, auch Erektile Dysfunktion genannt. Natürlich war Viagra das erste Präparat seiner Art und setzte auf den Wirkstoff Sildenafil. Im Laufe der Zeit eroberten jedoch auch andere Medikamente den Markt, die der Erektilen Dysfunktion mit einer ähnlichen Art und Weise zu Leibe rückten.

Denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie setzten bei ihren Wirkstoffen auf so genannte PDE-5-Hemmer. Aus der Familie dieser PDE-5-Hemmer gibt es verschiedene Mitglieder, die in den jeweiligen Medikamenten Anwendung finden. Auch, wenn sie alle ihre Wirkung bereits nachgewiesen haben: Unterschiede gibt es dennoch.

Was sind PDE-5-Hemmer und wie wirken sie?

PDE-5-Hemmer blockieren ein Enzym, welches bei Männern normalerweise dafür verantwortlich ist, die Erektion abzubauen. Durch die Einnahme eines entsprechenden Präparats kommt es dadurch zu einer erhöhten Konzentration von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP), wodurch die Erektionsfähigkeit steigt. Es fließt wieder mehr Blut zum Penis, die glatten Muskeln der Penisschwellkörper können sich entspannen, was ohne den Einsatz dieser Medikamente schwer oder gar nicht möglich ist.

Wann werden diese Medikamente eingesetzt?

Medikamente wie Spedra, Levitra, Cialis oder Viagra werden bei einer Erektionsstörung eingesetzt. Halten diese Beschwerden für sechs Monate oder länger an, sollte man seinen Arzt konsultieren, um mit ihm den weiteren Behandlungsweg und eine eventuelle medikamentöse Therapie abzusprechen. Halten die Beschwerden über den genannten Zeitraum an, ist ein Arztbesuch ohnehin das Mittel der Wahl, denn hinter einer Erektilen Dysfunktion können auch andere Erkrankungen stecken. Vor allem Männer im fortgeschrittenen Alter sollten diese Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern handeln. Mögliche Grund- oder Begleiterkrankungen, die eine Erektionsstörung begünstigen können, sind Depressionen, Diabetes oder aber Arteriosklerose. Letztere kann im schlimmsten Fall – vor allem unbehandelt – zu Herzinfarkten oder Durchblutungsstörungen führen. Die Nebenwirkungen anderer Medikamente oder – oft bei jüngeren Männern – psychische Gründe können ebenfalls eine Erektile Dysfunktion auslösen.

Welche PDE-5-Hemmer gibt es?

Der wohl bekannteste PDE-5-Hemmer heißt Sildenafil und kommt im gleichermaßen bekannten Produkt Viagra zum Einsatz. Daneben gibt es noch Vardenafil (Levitra), Tadalafil (Cialis) sowie Avanafil (Spedra). Sie alle wirken ähnlich auf und gegen die Erektionsstörung, unterscheiden sich aber in einigen Punkten. Zum Beispiel wirken sie unterschiedlich lange. Auch kann sich der Wirkungseintritt nach der Einnahme unterscheiden. Eine Sonderstellung unter den PDE-5-Hemmern kommt Tadalafil zu. In seiner geringsten Dosierung (5mg) ist es sogar für die Dauermedikation geeignet. Dadurch steht der Wirkstoff konstant zur Verfügung, spontane sexuelle Aktivitäten sind so möglich. Bei den anderen Präparaten müssen Einnahmezeitpunkt und sexuelle Aktivität berücksichtigt werden.

Welche Risiken gibt es?

All diese Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Sie reichen von Rücken-, Muskel- und Kopfschmerzen bis hin zu Verdauungsstörungen und Gesichtsrötung. Nicht einnehmen sollte man PDE-5-Hemmer, wenn man gleichzeitig Nitrate einnimmt oder wenn eine Herzschwäche besteht. Sehr große Vorsicht ist auch geboten, wenn es in der Krankenhistorie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gab.

Wie bekommt man diese Medikamente?

All diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und müssen von einem Arzt verordnet werden. Er wird über die richtige Therapie und das richtige Medikament in der passenden Dosierung entscheiden. Ein Arztbesuch ist ebenfalls ratsam, um eventuell vorhandene körperliche Ursachen der Erektionsstörung zu erkennen und mit zu therapieren.

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